Wer glaubt, gut sehen zu können, verzichtet oft auf Augenarztbesuche. Das fand eine repräsentative Umfrage der GfK-Marktforschung im Auftrag der Apotheken Umschau heraus. Ein Viertel (26,1 Prozent) der Befragten, die nicht auf eine Sehhilfe angewiesen sind, gibt an, ihre letzte Augenuntersuchung liege vier bis zehn Jahre zurück. Ebenso viele (25,9 Prozent) in dieser Teilgruppe bekennen sogar, vor noch längerer Zeit oder noch nie beim Augenarzt oder Optiker gewesen zu sein, weitere 7,8 Prozent wissen es nicht mehr.
Relativ sorglos um ihr Augenlicht sind außerdem Menschen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. Hier liegt der Anteil derjenigen, die vor vier und mehr Jahren das letzte Mal ihre Sehkraft haben testen lassen, bei 53,7 Prozent, weitere 5,6 Prozent können sich nicht mehr erinnern.
Brillen- und Kontaktlinsenträger verhalten sich anders: Die meisten von ihnen (89,5 Prozent) haben laut der Umfrage in den vergangenen drei Jahren ihre Augen fachgerecht untersuchen lassen. Besonders besorgt um die Sehkraft ist die Altersgruppe 70 plus. Hier war jeder Vierte (26,5 Prozent) der Befragten in den letzten sechs Monaten bei einer Augen-Untersuchung.
Augenärzte empfehlen, schon früher damit anzufangen. So sollte man zum Beispiel den Augeninnendruck normalerweise ab 40 alle ein bis zwei Jahre kontrollieren lassen. Auch wenn die Krankenkassen diese Glaukomvorsorge derzeit in der Regel nicht bezahlen.
Apotheken Umschau;
06.05.2011, aktualisiert am 06.05.2011
Bildnachweis: Thinkstock/Stockbyte
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