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Schielen: Ursachen und Risikofaktoren

Ursachen für das Schielen gibt es viele, je nachdem welche Form vorliegt. Einige Risikofaktoren sind auch bekannt


Risiko: Schielt ein Verwandter, kann auch ein anderes Familienmitglied davon betroffen sein

Ursachen des frühkindlichen Innenschielens

Was genau die Ursache des frühkindlichen Innenschielens ist, einer Form des Begleitschielens, wurde bisher nicht herausgefunden. Als Risikofaktor gilt eine positive Familienanamnese. Das bedeutet, innerhalb der Verwandtschaft kommen Schielerkrankungen vor. Eine Frühgeburt oder eine nicht korrigierte Weitsichtigkeit, kann ebenfalls dazu führen, dass ein Baby schielt. Dieses Risiko besteht auch, wenn linkes und rechtes Auge unterschiedlich fehlsichtig sind. Ein Auge ist also zum Beispiel wenig weitsichtig, das andere deutlich mehr.

Wie kommt es zum Lähmungsschielen?

Für das Lähmungsschielen kommen viele Ursachen in Betracht. Es taucht meist plötzlich auf und kann Menschen jeden Alters treffen. Eine Nervenlähmung bewirkt dabei, dass ein oder mehrere Augenmuskeln in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, wodurch das betreffende Auge schielt. Auslöser dafür kann eine Entzündung sein, aber auch andere ernsthafte Krankheiten wie ein Tumor oder ein Aneurysma (Aussackung eines Gefäßes). Manchmal steckt auch eine Durchblutungsstörung im Bereich der Augenmuskelnerven dahinter. Dies kommt gehäuft bei Diabetikern und Menschen mit erhöhtem Blutdruck vor.  In etwa 20 bis 30 Prozent der Fälle wird die Ursache allerdings nicht entdeckt.


Was steckt hinter latentem Schielen?

Latentes Schielen macht sich nur unter bestimmten Umständen bemerkbar. Das heißt, im Normalfall wird das latente Schielen durch das beidäugige Sehen ausgeglichen und die Augen blicken in jede Richtung parallel. Um diesen Parallelstand aufrechtzuerhalten, führen die Augen kleine Ausgleichsbewegungen – sogenannte Vergenzbewegungen – aus, die durch den Bildeindruck im Gehirn gesteuert werden. Ist ein Mensch müde oder hat Alkohol getrunken, kann der Parallelstand der Augen manchmal nicht mehr aufrecht erhalten werden. Ein Auge weicht ab, der Betroffene schielt und nimmt plötzlich Doppelbilder wahr.

Schielen kann sich auch sekundär entwickeln, als Folge einer Augenkrankheit. Eine Sehnervenschwäche, eine Linsentrübung oder eine längere Entzündung des Augeninneren kommen als Ursachen infrage. Deshalb muss bei jedem neu aufgetretenen Schielen umgehend ein Augenarzt aufgesucht werden, der die Augen gründlich untersucht.




Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto
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www.apotheken-umschau.de; 19.01.2011, aktualisiert am 29.10.2013
Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

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