Bei einer Netzhautablösung ersetzt man den Glaskörper im Prinzip nur dann, wenn er so stark verändert ist, dass er die Netzhaut wegen des starken Zuges daran gefährdet.
Bei einfachen Netzhautablösungen ist das in der Regel nicht erforderlich. In Frage kommen Operationstechniken, bei denen man von außen einen Silikonschlauch wie eine Art Plombe auf den Augapfel aufnäht. Dieser drückt den Riss von außen zu. Das Loch selbst bleibt zwar da, wird aber durch diese Plombe verschlossen.
Es gibt aber komplizierte Netzhautablösungen, etwa wenn sich nach Voroperationen Narbenstränge ausbilden. Diese haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie schrumpfen, und dadurch wird die Netzhaut zeltartig von der Unterlage abgehoben.
Auch bei Diabetikern, die eine Einblutung ins Auge hatten, in deren Folge sich Narben gebildet haben, kann es notwendig sein, den Glaskörper zu entfernen.
Prof. Dr. med. Peter Kroll, Dr. med. Steffen Hörle
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03.10.2006, aktualisiert am 12.09.2011
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