Argon- oder Diodenlaser werden zur Behandlung von Netzhautdegenerationen eingesetzt, die bei Kurzsichtigen häufiger zu finden sind. Ein Excimerlaser wird als refraktiver, das heißt ein die Brechkraft der Hornhaut verändernder Laser zur Reduktion der Kurzsichtigkeit verwendet. Hierbei gibt es unterschiedliche Verfahren, wie beispielsweise die "photorefraktive Keratektomie" (PRK), die "Laser-in-situ-Keratomileusis" (LASIK) und die "Laser-assisted-epithelial-Keratektomie" (LASEK). Bei der PRK wird die oberste Zellschicht der Hornhaut, das sogenannte Epithel, zunächst mechanisch abgeschabt (abradiert) und dann die Hornhautoberfläche gelasert. Bei der LASEK wird die abradierte Zellschicht erhalten und am Behandlungsende wieder über die Augenoberfläche gedeckt. Bei LASIK-Verfahren wird hingegen mit einem speziellen chirurgischen Messer, einem sogenannten Mikrokeratom, ein Schnitt durch die Oberfläche der Hornhaut geführt. Die dabei entstehende Lamelle wird wie ein Türflügel aufgeklappt. Dann erfolgt die Laserbehandlung des Hornhautgewebes. Anschließend wird die Hornhautlamelle wieder zurückgeklappt.
Die Hornhautlamelle kann neuerdings ebenfalls mit einem Laser, dem sogenannten Femtosekundenlaser, geschnitten werden. Hiermit lassen sich dünnere Hornhautlamellen schneiden als mit einem Mikrokeratom. Dies wirkt sich jedoch nicht auf das Endergebnis der Behandlung aus. Inzwischen sind auch Femtosekundenlaser im Einsatz, die sowohl die Hornhautlamelle schneiden als auch die Hornhautoberfläche behandeln (sogenannte "All-Femto-LASIK"), so dass auf den Einsatz eines Excimerlasers verzichtet werden kann.
Prof. Dr. med. Peter Kroll, Dr. med. Steffen Hörle
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02.10.2006, aktualisiert am 09.09.2011
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