Eine Hornhautvorwölbung (Keratokonus) wird in der Regel mit harten Kontaktlinsen behandelt, die die irreguläre Oberflächenbeschaffenheit der Hornhaut durch den hinter der Kontaktlinse befindlichen Tränenfilm ausgleichen. Hierdurch kann das Voranschreiten des Keratokonus oft verlangsamt und in manchen Fällen sogar aufgehalten werden.
Mittlerweile gibt es ein neues, vielversprechendes Behandlungsverfahren, mit dem das Fortschreiten eines Keratokonus verhindert werden soll. Voraussetzung ist, dass es rechtzeitig angewendet wird. Bei dieser sogenannten Vernetzungstherapie (engl. cross-linking) wird die Hornhaut mit vitaminhaltigen Augentropfen behandelt und dann über 30 Minuten mit einer speziellen UV-Lampe bestrahlt. Dieses Verfahren soll die Quervernetzung der Kollagenfasern des Hornhautgewebes verfestigen.
Prof. Dr. med. Peter Kroll, Dr. med. Steffen Hörle
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02.10.2006, aktualisiert am 08.09.2011
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