Die örtliche Auflösung eines Gerinnsels wird auf verschiedene Weise durchgeführt. Es besteht die Möglichkeit, über eine Leisten-Arterie einen Katheter bis zum Abgang der Augen-Arterie aus der Halsschlagader vorzuschieben und auf diesem Wege gerinnselauflösende Substanzen zu verabreichen. Dieses Verfahren funktioniert nur bei arteriellen Gefäßverschlüssen und ist nicht ganz ungefährlich. Dabei können ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall oder eine Hirnblutung eintreten. Daher ist es für viele betroffene Patienten, die ja oft infolge eines Bluthochdrucks oder einer Gefäßsklerose ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko haben, nicht geeignet. Einige augenmedizinische Zentren führen bereits eine Punktion mit Einbringung von gerinnselauflösenden Substanzen in verschlossene Gefäße im Rahmen einer Augenoperation durch. Allerdings hat sich diese Vorgehensweise bisher noch nicht allgemein durchgesetzt.
Prof. Dr. med. Peter Kroll, Dr. med. Steffen Hörle
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01.10.2006, aktualisiert am 07.09.2011
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