Ein trockenes Auge kann in der Tat die Sehkraft mindern. Am häufigsten kommt es jedoch zu unterschiedlich klaren (also punktuell undeutlichen) Seheindrücken. Wird die Hornhautoberfläche nicht ausreichend befeuchtet, trocknet sie an manchen Stellen aus. Diese trockenen Stellen wiederum können in das Auge einfallendes Licht streuen, was das Sehen verschlechtert. Wenn man bewusst lange Zeit nicht blinzelt, kann man ein ähnlich schlechtes Sehen simulieren. Erst nachdem das Lid über die Hornhaut streicht und den Tränenfilm wieder gleichmäßig verteilt, wird die Sicht erneut klar.
Prof. Dr. med. Peter Kroll, Dr. med. Steffen Hörle
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03.10.2006, aktualisiert am 13.09.2011
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