Durch den Hormonmangel in den Wechseljahren (Menopause) kommt es am Auge in erster Linie zu einer Veränderung der Zusammensetzung des Tränenfilms. Der zurückgehende Fett- beziehungsweise Lipidanteil des Tränenfilms hat zur Folge, dass der Tränenfilm leichter aufreißt und die Tränenflüssigkeit rascher abfließt. Dies führt zum typischen Beschwerdebild des trockenen Auges in und nach den Wechseljahren. Wenn der fehlende Tränenfilm nicht durch entsprechende Augentropfen ersetzt wird, können Binde- und Hornhautentzündungen auftreten - auch unabhängig von einer eventuellen Hormonersatztherapie. Diese kann ein trockenes Auge nicht immer vermindern, manchmal sogar verstärken. An der grundsätzlichen Therapie des trockenen Auges ändert das jedoch nichts.
Prof. Dr. med. Peter Kroll, Dr. med. Steffen Hörle
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03.10.2006, aktualisiert am 13.09.2011
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