Anmelden | Registrieren
Drucken

Entzündung der Gefäßhaut (Uveitis)

Zusammenfassung:
Bei der Uveitis entzünden sich Teile der Gefäßhaut, sehr selten die gesamte Gefäßhaut. Drei Viertel der Fälle verlaufen akut, 25 Prozent der Erkrankungen werden chronisch (Mögliche Folgeerkrankungen). Meist sind beide Augen betroffen.
Die Entzündung der Gefäßhaut ist meist eine Folge von Allgemeinerkrankungen wie entzündlichem Rheuma, Toxoplasmose, Tuberkulose, Syphilis, Borreliose, Listeriose, Grippe, rheumatoider Arthritis, Morbus Bechterew, Lues, Morbus Reiter und Pilzerkrankungen. Weitere Ursachen sind Verletzungen, sowie Hornhaut- und Netzhauterkrankungen.
Der Augapfel ist stark gerötet, das Auge schmerzt, die nicht selten pulsierenden Schmerzen strahlen in die Umgebung aus. Starkes Licht schmerzt und wird vermieden, die Augen tränen. Sobald dumpfe Augenschmerzen auftreten und die Sehkraft plötzlich nachlässt, sollte dringend ein Augenarzt aufgesucht werden.
Unterschiedliche Färbung der Regenbogenhaut ist ein deutliches Zeichen einer Entzündung der Gefäßhaut.
Behandelt werden die ursächlichen Erkrankungen.
Um ein Verkleben der Regenbogenhaut mit der Linse zu verhindern, ist der Einsatz von pupillenerweiternden Augentropfen (Mydriatika) sinnvoll.
Die Erkrankung neigt dazu chronisch zu werden (Heilungschancen).


Bei der Uveitis entzünden sich Teile der Augen-Gefäßhaut, sehr selten die gesamte Gefäßhaut. Die Uvea (Gefäßhaut; mittlere Schicht des Auges) besteht aus der Regenbogenhaut (Iris), dem Ziliarkörper und der Aderhaut (Choroidea). Die Regenbogenhaut bildet das Sehloch (Pupille), die den Lichteinfall reguliert und für die Tiefenschärfe verantwortlich ist. Im Ziliarkörper (corpus ciliare oder Strahlenkörper) entsteht das Kammerwasser, dort sitzt die Muskulatur, die für die Naheinstellung des Auges sorgt. Die Aderhaut wiederum ernährt die äußeren Netzhautschichten.
Die Entzündung des Strahlen- oder Ziliarkörpers geht oft mit einer Entzündung der Regenbogenhaut einher und wird dann Iridozyklitis genannt. Drei Viertel der Fälle verlaufen akut, 25 Prozent der Erkrankungen werden chronisch.
Meist sind beide Augen betroffen.


Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen, sondern können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden.

Letzte Aktualisierung:
10.05.2007 (Inge Smolek)


Quelle: surfmed; 13.09.2005, aktualisiert am 20.04.2010

© Wort & Bild Verlag GmbH & Co KG