Auswärtsgedrehtes Unterlid
Zusammenfassung:
Beim Ektropium klappt das Unterlid nach außen und steht vom Auge ab, sodass die Bindehaut frei liegt und sich entzündet.
Das auswärtsgedrehte Unterlid kommt am häufigsten im Alter vor. Es betrifft fast immer das Unterlid. Der Aufhängeapparat wird im Alter schlaff, die Schwerkraft lässt das Unterlid nach außen klappen. Das wiederkehrende Abwischen der Tränen verstärkt die Auswärtsdrehung des Unterlids noch zusätzlich (Wischektropium).
Das auswärtsgedrehte Unterlid verhindert die ständige Befeuchtung der Hornhaut. Die Folge sind chronische Bindehautentzündung (Konjunktivitis) und Lidrandentzündung (Blepharitis). Weil das Tränenpünktchen statt nach innen nach außen zeigt, gelangen die Tränen nicht ins Auge, sondern laufen die Wangen herunter.
Bei einem nur leicht auswärtsgedrehten Unterlid kann es schon helfen, das Unterlid regelmäßig in Richtung zur Nasenwurzel mit dem Finger auszustreichen. Dabei tendiert das Unterlid zur Einwärtsdrehung.
Häufig wird das Ektropium aber operiert, indem ein Keil aus dem erschlafften Unterlid herausgeschnitten und die dabei entstehenden Ränder zusammengenäht werden.
Zehnmal pro Minute erfolgt ein unwillkürlicher Lidschlag, der für die gleichmäßige Befeuchtung der empfindlichen Hornhaut sorgt. Dabei gleiten die Lider direkt über die Hornhaut. Am Oberlid wachsen etwa 150 Wimpern, am Unterlied etwa halb soviel. Beim Ektropium klappt das Unterlid nach außen und steht vom Auge ab, sodass die Bindehaut frei liegt und sich entzündet. Das auswärtsgedrehte Unterlid kommt am häufigsten im Alter vor. |
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Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden. Aber diese Informationen können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Letzte Aktualisierung:
02.03.2007 (Inge Smolek)
Quelle: surfmed;
13.09.2005, aktualisiert am 10.05.2009