Es gibt nur wenige Alternativen zu Gleitsichtgläsern. In Frage kommen etwa Kontaktlinsen, die einen Teil für die Nähe und einen Teil für die Ferne eingeschliffen haben.
Dann gibt es die Möglichkeit, dass man ein Auge für die Nähe und das andere für die Ferne korrigiert. Das geht aber auf Kosten des räumlichen Sehens und wird nicht von allen Menschen vertragen.
Im Rahmen einer Operation des grauen Stars gibt es die Möglichkeit, eine Linse einzupflanzen, die sowohl die Nähe als auch die Ferne scharf abbildet. Das geht allerdings oft auf Kosten des Kontrastsehvermögens, so dass auch diese Kunstlinsen nicht von allen Menschen vertragen werden.
Derzeit versuchen verschiedene Forschungsgruppen, die Hornhaut des Auges mit dem Excimerlaser so zu behandeln, dass der obere Teil der Hornhaut für das Sehen in der Ferne und der untere Teil für das Sehen in der Nähe dient. Diese Verfahren sind allerdings noch nicht ausgereift und in der täglichen Praxis daher nicht verfügbar.
Prof. Dr. med. Peter Kroll, Dr. med. Steffen Hörle
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29.09.2006, aktualisiert am 06.09.2011
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