Lungenfibrose

Zusammenfassung:
Die Lungenfibrose ist die Folge von chronischen Entzündungen des Lungenbindegewebes, wobei auch die feinen Wände der Lungenbläschen mitbetroffen sind. Das entzündete Lungengewebe vernarbt dabei. Dadurch steht bei fortschreitender Krankheit immer weniger funktionstüchtiges Lungengewebe für die Sauerstoffaufnahme zur Verfügung. Die Folge sind Atemnot, trockener Reizhusten und Fieber.
Hauptursachen der Lungenfibrose sind rheumatische Erkrankungen und das Einatmen von organischen und anorganischen Stäuben. Die Betroffenen sind zumeist an ihrem Arbeitsplatz der gesundheitsgefährdenden Staubentwicklung ausgesetzt.
Eine Lungenfibrose ist eine narbige Veränderung von Lungengewebe und kann somit nicht mehr heilen. Wie weit es gelingt, die Krankheit zu stoppen, hängt von der Dauer und dem Ausmaß der schädigenden Einwirkung auf die Lungen ab.

Bei den meisten Lungengewebeerkrankungen bildet sich im Verlauf eine Lungenfibrose aus. Es finden eine Zerstörung der Funktionseinheit des Gasaustauschs (Lungenbläschen-Blutgefäß-Einheit)  und ein Ersatz durch Bindegewebe statt. Giftstoffe, Lungenentzündungen oder eine geschwächte Immunabwehr können eine Lungenfibrose auslösen. Zudem gibt es auch idiopathische (ungeklärte) Lungenfibrosen. Die krankheitsauslösenden Schadstoffe können über Inhalation (Einatmen) oder über den Blutweg in die Lunge gelangen.

Die durch Asbest verursachten Lungenfibrosen (Asbestose) werden trotz teilweisen Verbots dieses Werkstoffes vermutlich erst in den nächsten eineinhalb Jahrzehnten ihren Gipfel erreichen, denn es dauert oft bis zu 50 Jahre nach Beendigung der verursachenden Asbeststaubbelastung, bis die Erkrankung in Erscheinung tritt.
 
Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen, sondern können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden.
Letzte Aktualisierung:
10.05.2007 (Inge Smolek)