Wetterwechsel schürt Asthmaanfall

Schlägt das Wetter um, reagieren junge Asthmatiker häufig mit Atemnot

Das Wetter beeinflusst unsere Gesundheit. Besonders feuchte Luftmassen wirken sich oft negativ aus

Ziehen dunkle Gewitterwolken auf oder regnet es Sturzbäche, schlägt das vielen Menschen aufs Gemüt. Andere bekommen Kopfschmerzen. Menschen mit Asthma reagieren häufig mit Atembeschwerden. Besonders bei einem Kälteeinbruch scheint sich die Lunge zu verkrampfen.

 

Doch Kinder, die an Asthma leiden, reagieren anscheinend auch auf einen Temperaturanstieg mit Atemproblemen. Das Gleiche zeigt sich, wenn sich die Luftfeuchtigkeit ändert. Das fand Nana A. Mireku, Ärztin am Allergy and Immunology Research Center of North Texas in Dallas (USA) heraus. Sie sammelte Daten von 25.401 Kindern, die wegen eines Asthmaanfalls in die Notaufnahme einer Kinderklinik kamen. Klima, Luftverschmutzung und Allergenbelastung an den betreffenden Tagen interessierten Mireku dabei besonders.

"Wir fanden einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Temperatur und Luftfeuchtigkeit mit dem Auftreten von Asthmaanfällen", sagt Mireku. Luftdruckänderungen spielten dagegen keine Rolle. Besonders, wenn die Luftfeuchtigkeit um 10 Prozent zunahm, wirkte sich dies negativ auf die Kinder aus. Ebenso, wenn die Temperatur um mindestens 12 Grad Celsius anstieg.

 

"Asthma stellt die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter dar", fügt Richard G. Gower, Präsident des American College of Allergy, Asthma and Immunology (ACAAI), hinzu. Allergologen wüssten schon lange, dass extrem trockenes, nasses oder windiges Wetter das Auftreten von Asthmasymptomen beeinflusst. Die aktuelle Studie würde nun zum ersten Mal beweisen, dass auch Luftfeuchte und Temperatur eine Rolle spielen.


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