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Asthma bronchiale
Wissenswertes

Inhalieren – eine Kunst für sich


Will gelernt sein: Die Medikamente richtig anwenden

Viele Wirkstoffe können inhaliert werden – die schnellste und wirksamste Art der Behandlung. Denn beim Inhalieren gelangen die Medikamente auf direktem Wege dorthin, wo sie gebraucht werden – in die Atemwege. Der „Umweg“ über Darm und Blutkreislauf entfällt und daher genügen üblicherweise kleinere Wirkstoffmengen.

Wie die Arzneien inhaliert werden, hängt vom jeweils verwendeten Inhalationssystem ab. Jedes hat seine Vor- und Nachteile – gemeinsam mit dem Arzt muss das individuell am besten passende ausgewählt werden. Grundsätzlich gilt: Vor dem Inhalieren muss man tief ausatmen und nach dem Inhalieren den Atem kurz anhalten. So haben die Wirkstoffe Zeit, sich in der Lunge abzusetzen.


  • Dosieraerosol: Aus einem kleinen Kanister wird der Wirkstoff durch Druck auf das Ventil in Form winzigster Tröpfchen (Aerosol) freigesetzt und über ein Mundstück sofort nach der Freisetzung („synchron“) eingeatmet. Der Wirkstoff kommt in der Lunge jedoch nur dann an, wenn gleichzeitig ausgelöst und tief eingeatmet wird. Anschließend fünf Sekunden die Luft anhalten und langsam ausatmen.
  • Spacer: Dabei handelt es sich um eine Vorsatzkammer, mit der die Koordination beim Inhalieren aus einem Dosieraerosol erleichtert wird. Denn oftmals haben Patienten mit dem gleichzeitigen Drücken und Einatmen der Wirkstoffe ihre Probleme. Hier hilft der Spacer: Er wird wie ein Mundstück auf das Fläschchen mit dem Inhalationsmedikament aufgesetzt. Nach dem Sprühstoß füllt sich zuerst die Luftkammer des Spacers mit dem Aerosol, das sich dann einfach einatmen lässt. Es ist aber wichtig, sofort nach dem Auslösen mit dem Einatmen zu beginnen.


Pulverinhalator: Hier muss man kräftig einatmen (zum Vergrößern der Grafik bitte auf die Lupe klicken!)

  • Pulverinhalator: Dieses System hat den Vorteil, dass es das Medikament direkt durch das Einatmen freisetzt. Voraussetzung ist allerdings, dass kräftig genug eingeatmet wird. Das jedoch kann bei starker Verengungen der Atemwege – etwa während eines Asthmaanfalls bei Erwachsenen – sowie bei Kindern schwierig sein.


Vernebler: Gut geeignet für Kinder (zum Vergrößern der Grafik bitte auf die Lupe klicken!)

  • Vernebler: Mit Hilfe von Druck durch Düsen oder mechanische Schwingungen wird hier die Wirkstofflösung vernebelt – in ein so genanntes Aerosol, das aus zahllosen feinsten Tröpfchen besteht. Dieser "Nebel" wird dann inhaliert. Da das Aerosol vergleichsweise langsam aus dem Gerät austritt, steht zum Einatmen mehr Zeit zur Verfügung. Zudem muss nicht so kräftig eingeatmet werden. Beides macht den Vernebler geeigneter für Kinder und akute Asthmaanfälle.


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www.apotheken-umschau.de; 16.11.2005, aktualisiert am 02.03.2011
Bildnachweis: W&B/ Szczesny, W&B/Jörg Neisel, Panthermedia/Diane Frisch

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