Asthmaformen
Mediziner unterscheiden zwei Hauptformen von Asthma: Zum einen das allergische Asthma, auch extrinsisches Asthma genannt und zum anderen das nicht allergische Asthma, das so genannte intrinsische Asthma. Wichtig: Nicht alle Asthma-Erkrankungen lassen sich eindeutig der einen oder anderen Form zuordnen – es gibt auch Mischformen!
Allergisches Asthma
Wie der Name schon andeutet, entsteht allergisches Asthma durch eine allergische Reaktion. Auslöser sind bestimmte Stoffe, die so genannten Allergene, wie beispielsweise Pollen von Pflanzen oder Tierhaare. Dem allergischen Asthma liegt eine erbliche Veranlagung zu Grunde. Es setzt oft bereits in der Kindheit oder Jugend ein.
Nicht allergische und besondere Formen von Asthma
Das nicht allergische Asthma kann ganz unterschiedliche Ursachen haben:
• Infektbedingtes Asthma
Infektionen machen die Atemwege anfällig und lösen eine chronische Atemwegsentzündung aus, die zur Verkrampfung der Bronchien, Verschleimung, Husten und Atemnot führt. Anfangs verschwindet das Asthma nach dem Abklingen der Erkältung, jedoch wird es häufig im Laufe der Jahre chronisch.
• Medikamentös bedingtes Asthma
Asthmakranke reagieren häufig auf bestimmte Medikamente wie beispielsweise Schmerzmittel (Acetylsalicylsäure) oder Entzündungshemmer (so genannte nicht-steroidale Antiphlogistika). Dabei handelt es sich nicht um eine Allergie, sondern um eine genetisch veranlagte Unverträglichkeit von bestimmten Arzneimittel, die jedoch für den Beobachter wie eine allergische Reaktion abläuft.
• Asthma als Reaktion auf chemische oder giftige Stoffe
Bestimmte Reizstoffe aus der Umwelt (Smog, Rauch, Staub, Dämpfe, Ozon) können ebenfalls ein Asthma hervorrufen. Kommt der Betroffene damit im Rahmen seiner Arbeit in Kontakt, spricht man von Berufsasthma.
• Belastungsasthma:
Nicht optimal behandelte Asthmapatienten können auf körperliche Belastung mit einer Verkrampfung der Bronchien (Bronchospasmus) reagieren. Der Bronchospasmus kann sowohl während der Belastung, als auch danach, wenn der Patient die körperliche Aktivität bereits beendet hat, auftreten.
Ein besonderer Fall ist der reine Belastungsbronchospasmus: bei ansonsten völlig gesunden (also nicht asthmakranken) Hochleistungssportlern tritt er unter oder nach sehr starker körperlicher Belastung auf. Schwimmen, Langlauf und Schlittschuhlaufen sind Sportgruppen in denen sehr vielen Sportlern an Belastungsbronchospasmus leiden.