Weitere Untersuchungen
Eine Röntgenuntersuchung kann helfen, etwaige andere Erkrankungen der Lunge auszuschließen.
Sie dient dazu, zu untersuchen, wie gut die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff über die Lungen sowie die Entsorgung des bei Stoffwechselprozessen im Körper entstehenden Kohlenstoffdioxid funktioniert. Dazu wird Blut aus einem Ohrläppchen oder Blutgefäß entnommen und auf den Gehalt an Sauerstoff und Kohlendioxid getestet. Überprüft wird dabei meist auch der Säure-Basen-Haushalt des Körpers. Schwere Erkrankungen der Atemorgane führen zunächst dazu, dass sich die Sauerstoffversorgung verschlechtert. Erst später ist auch der Abtransport von Kohlendioxid behindert. Bei Asthma ist das jedoch extrem selten.
Hierbei wird der abgehustete Schleim, das so genannte Sputum, untersucht. Finden sich bestimmte weiße Blutkörperchen, eosinophile Granulozyten genannt, kann das ein Anzeichen für Asthma sein. Auch Bakterien können im Sputum enthalten sein und statt auf Asthma auf eine Infektion der Atemwege hinweisen.
Einteilung
Je nach Ausmaß und Häufigkeit der Beschwerden unterscheidet man vier Schweregrade:
• gelegentlich auftretendes Asthma
Die Beschwerden treten seltener als einmal pro Woche auf, nächtliche Beschwerden maximal zweimal im Monat. Die Lungenfunktion ist normal: Der Peak-Flow oder die FEV1 liegt bei über 80 Prozent vom Sollwert. Die Peak-Flow-Werte schwanken um weniger als 20 Prozent.
• Mildes Asthma
Die Beschwerden treten öfter als einmal pro Woche, aber nicht täglich auf. Nächtliche Beschwerden öfter als zweimal pro Monat.
Schlaf und Leistungsfähigkeit sind eventuell beeinträchtigt.
Der Peak-Flow oder die FEV1 liegt bei höchstens 80 Prozent vom Sollwert. Die Peak-Flow-Werte schwanken um bis zu 30 Prozent.
• Mittelschweres Asthma
Täglich treten Beschwerden auf und nächtliche Symptome zeigen sich öfter als einmal pro Woche.
Schlaf und Leistungsfähigkeit sind eventuell beeinträchtigt.
Der Peak-Flow oder die FEV1 liegt bei 60 bis 80 Prozent des Sollwertes. Die Peak-Flow-Werte schwanken um mehr als 30 Prozent.
• Schweres Asthma
Die Beschwerden treten täglich auf, häufig auch nachts. Körperliche Aktivitäten sind aufgrund des Asthmas nur eingeschränkt möglich. Der Peak-Flow oder die FEV1 liegt unter 60 Prozent vom Sollwert. Die Peak-Flow-Werte schwanken um mehr als 30 Prozent.
Wenn ein einziges oben genanntes Kriterium erfüllt ist, bestimmt es die Zuordnung zum Schweregrad. Wenn zum Beispiel ein Patient eine normale Lungenfunktion und tagsüber keine Beschwerden hat, aber zweimal in der Woche nachts mit Atemnot aufwacht, leidet er bereits an einem mittelschwerem Asthma.