Arthrose des Hüftgelenks (Coxarthrose)

Der Verschleiß des Hüftgelenks (Hüftgelenksarthrose, Coxarthrose) ist eine relativ häufige Form von Arthrose

22.10.2014

Abgenutzter Knorpel: Grafische Darstellung einer Hüftgelenksarthrose

W&B/Szczesny

Was ist Arthrose des Hüftgelenks?

Die Hüftgelenksarthrose, medizinisch Coxarthrose genannt, ist eine verschleißbedingte Erkrankung des Hüftgelenks. Prinzipiell kann jedes Gelenk des Körpers von Arthrose (Gelenkverschleiß) betroffen sein. Einige haben allerdings bedingt durch ihre anatomische Lage besonders intensiven Belastungen standzuhalten. Dies gilt vor allem für die Gelenke an den Beinen, auf denen der überwiegende Teil des Körpergewichtes ruht.

Normalerweise sorgt der Knorpel dafür, dass keine direkte Reibung zwischen den Knochen des Hüftkopfes des Oberschenkels und der Hüftpfanne des Beckens entsteht. Begünstigt durch Fehlstellungen, falsche Belastungen oder Verletzungen nutzt sich der Knorpel ab und die Menge des notwendigen „Puffers“ im Gelenk nimmt ab. Das kann soweit gehen, dass quasi Knochen auf Knochen reibt. Massive Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit bis hin zu einer steifen Hüfte sind die Folge und wichtige Symptome der Hüftarthrose.


Unser Experte: Professor Dr. med. Joachim Grifka, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Physikalische Medizin

W&B/Privat

Bis jede Belastung Gelenkschmerzen verursacht, ist es jedoch ein weiter Weg. Der Verschleiß des Hüftgelenks zieht sich über viele Jahre hin. Obwohl die Arthrose meist erst im höheren Erwachsenenalter in Erscheinung tritt, ist sie kein reines Altersleiden. Wie man heute weiß, beginnt bei mehr als der Hälfte aller Menschen die Abnutzung der Gelenke bereits ab dem 35. Lebensjahr.

Die Diagnose wird zusätzlich anhand von Röntgenaufnahmen gestellt. Arthrose ist zwar nicht heilbar, kann jedoch in ihrem Fortschreiten gestoppt oder zumindest verlangsamt werden. Physikalische Therapie und Medikamente können Schmerzen lindern und begleitende Entzündungsreaktionen eindämmen. Eine Physiotherapie kann die Muskeln kräftigen und so das Gelenk entlasten. Zudem hilft sie, falsche Bewegungsmuster zu korrigieren und damit weiterer Fehlbelastung vorzubeugen. Je eher in den schädlichen Prozess eingegriffen wird, desto größer sind die Chancen, trotz Hüftarthrose mobil zu bleiben. Ist die Krankheit zu weit fortgeschritten, hilft meist aber nur noch eine Operation, bei der ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt wird.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



Bildnachweis: W&B/Szczesny, W&B/Privat
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