Die selten auftretenden Aneurysmen der Arterien der Extremitäten lassen sich manchmal ertasten. Der Arzt fühlt in diesen Fällen an Arm oder Bein eine pulsierende Verdickung. Bei Aneurysmen der Bauch- oder Beckenarterien ist dies nur möglich, wenn die Ausweitung der Gefäße schon sehr groß ist und der Patient schlank. Bei beleibten Patienten ist die Diagnose eines Bauchaortenaneurysmas stark erschwert, so dass bei entsprechender Risikokonstellation Vorsorgeuntersuchungen (Ultraschall) sinnvoll sind. Typisch sind auch Strömungsgeräusche, die im Rhythmus des Herzschlags auftreten, und die beim Abhören der Arterien festgestellt werden können.
Oft sind Aneurysmen mit Hilfe einer Ultraschall-Untersuchung nachweisbar. Als weitere bildgebende Verfahren eignen sich die Computertomografie (CT) unter Verwendung eines Kontrastmittels sowie die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT). Ein Aneurysma der Hirngefäße wird durch Computertomografie des Kopfes (CCT) diagnostiziert.
Die früher übliche Angiografie, eine Röntgendarstellung der Gefäße, wird heutzutage nur noch selten beim Verdacht auf ein Aneurysma eingesetzt. Sie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn mögliche Gefäßverschlüsse aufgedeckt und Operationen an den Gefäßen geplant sind. Ist ein Aneurysma erstmals diagnostiziert, muss nicht immer sofort operiert werden. Oft genügt es, durch Ultraschall dessen Durchmesser regelmäßig zu kontrollieren und erst dann einzugreifen, wenn bzw. weil wegen deutlicher Größenzunahme die operative Behandlung notwendig wird.
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13.09.2005, aktualisiert am 15.12.2011
Bildnachweis: iStock/ Alex Raths
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