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Alzheimer Krankheit:
Symptome

Vergesslichkeit, Änderungen des Verhaltens und Schwierigkeiten mit alltäglichen Tätigkeiten – Alzheimer kann sich auf verschiedene Arten ankündigen


Das Mittagessen vergessen? Lässt die Gedächtnisfunktion nach, kann das auf eine beginnende Demenz hinweisen

Meistens ist es eine auffällige Vergesslichkeit, die bei den betroffenen älteren Menschen selbst oder bei ihren Angehörigen die Frage nach einer beginnenden Demenz aufkeimen lässt. Wenn diese Gedächtnisstörung tatsächlich auf einer Alzheimer Krankheit beruht, dann hat das Gehirn zu diesem Zeitpunkt meist schon eine über viele Jahre andauernde schleichende Veränderung durchgemacht. Unbemerkt sterben dabei im Gehirn Nervenzellen und ihre Fortsätze und Verbindungen ab. Der Zerfall führt zum Rückgang des Hirngewebes (Atrophie).

Je nach geschädigtem Hirnareal lassen die dort lokalisierten Funktionen und Fähigkeiten nach. So schwinden Stück um Stück das Kurzzeitgedächtnis, das Vermögen, tägliche Routinearbeiten zu erledigen, die Urteilsfähigkeit und die Sprache. Es ändern sich die Gefühlsäußerungen, das Verhalten, das Erkennungsvermögen sowie die Kommunikation. Ist die Demenz weiter fortgeschritten, verlieren die Patienten zudem oft die Kontrolle über Blasenentleerung und Stuhlgang.


Charakteristische Anzeichen für Alzheimer

Auch wenn die Symptome und Beschwerden eines Demenz-Kranken meist sehr vielfältig sind, lassen sich bei genauer Beobachtung doch einige charakteristische Zeichen erkennen. Folgende Veränderungen eines Menschen sollten ihn oder seine Umgebung hellhörig machen:

  • Vergesslichkeit, Verlust des Kurzzeitgedächtnisse, später auch des Langzeitgedächtnisses (Betroffener wiederholt ständig die gleichen Fragen; vergisst das eigene Geburtsdatum)
  • Schwierigkeiten, alltägliche und häusliche Aufgaben korrekt zu erledigen (eine geübte Hausfrau macht plötzlich Fehler beim Essen kochen)
  • Probleme, sich sprachlich auszudrücken (Person findet keine Worte mehr; verwendet Ersatzwörter)
  • Verlust der Orientierung über Zeit, Raum und Ort (Betroffener weiß nicht mehr, wann Weihnachten ist; findet sich in vertrauter Umgebung nicht mehr zurecht; läuft nachts herum, schläft tagsüber)
  • Nachlassen des Urteilsvermögens
  • Probleme mit der Konzentration und dem abstrakten Denken (Betroffener kann kein Konto mehr führen; kann keine Banküberweisung mehr ausfüllen)
  • Falsche Zuordnung von Gegenständen und Gegebenheiten (Betroffener legt Butter in den Kleiderschrank; geht im Morgenmantel zum Einkaufen)
  • Verhaltensänderungen (Betroffener ist übertrieben misstrauisch; hat plötzliche extreme Stimmungsschwankungen)
  • Persönlichkeitsstörungen (bisher ausgeglichener Mensch wird aggressiv; entwickelt unbegründete Ängste)
  • Antriebslosigkeit (Person verliert allgemein das Interesse für das Zeitgeschehen, Arbeit und Hobbys; zieht sich immer mehr zurück)

 

Verlauf der Alzheimer-Demenz

Der Verlauf kann individuell sehr unterschiedlich sein. Die Alzheimer Krankheit ist jedoch ein chronisch fortschreitender Prozess, der bislang medikamentös verzögert, aber nicht dauerhaft abgewendet werden kann. Der Verlauf läßt sich in drei Stadien einteilen, von denen jedes – mit individuellen Unterschieden – mehrere Jahre andauern kann.

 

Frühes Stadium

  • Stimmungsschwankungen
  • Probleme in der Ausführung schwieriger Tätigkeiten, Einbußen der Leistungsfähigkeit
  • Verlust an präziser sprachlicher Ausdrucksweise
  • Arbeitsfähigkeit und soziale Kontakte deutlich reduziert

 

Mittleres Stadium

  • Alle intellektuellen Leistungseinbußen verstärken sich ebenso wie die Veränderungen von Psyche und Persönlichkeit
  • Der Patient ist zwar häufig noch bis zu einem gewissem Grad zu einer selbständigen Lebensführung fähig, benötigt aber zunehmend Unterstützung auch in alltäglichen praktischen Dingen

 

Spätes Stadium

  • Der Patient ist nicht mehr fähig, ohne fremde Hilfe zu leben. Persönliche Hygiene ist allein nicht mehr möglich, das Kurzzeitgedächtnis ist fast völlig erloschen
  • Körperliche Symptome und ihre Folgen verschlimmern die Situation: Krampfanfälle, Kontrollverlust über die Körperhaltung (Stürze) und über die Blasen- und Darmfunktion und Schluckstörungen können beispielsweise auftreten. Die häufigste Todesursache bei Alzheimer-Patienten sind Infektionen.



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 25.01.2011
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF

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