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Alzheimer Krankheit:
Diagnose

Mit verschiedenen Tests und Untersuchungen lässt sich eine Alzheimer-Demenz relativ gut einkreisen beziehungsweise ausschließen


Uhrzeit zeichnen: Mit dieser Übung lässt sich ein erster Eindruck über die Gedächtnisfunktion eines Menschen bekommen

Nach althergebrachter Lehrmeinung der Neuropathologen und Gerichtsmediziner kann die Diagnose Alzheimer erst durch eine mikroskopische Untersuchung des Gehirns nach dem Tod mit hundertprozentiger Sicherheit gestellt werden. Dennoch gibt es inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, um eine mögliche Alzheimer-Demenz bei Patienten diagnostisch einzukreisen oder auszuschließen. Folgende Voraussetzungen machen das Vorliegen einer Alzheimer-Demenz äußerst wahrscheinlich, wenn andere Erkrankungen ausgeschlossen sind, die mit solchen oder ähnlichen Erscheinungen vergesellschaftet sein können:

  • Gedächtnisstörung und im weiteren Verlauf der Erkrankung meist mindestens eines der folgenden Symptome: Sprachstörungen (Aphasie), Apraxie (Patient hat eine Bewegungsstörung, obwohl er motorisch gesund ist), Agnosie (Patient hat Probleme, Gegenstände zu erkennen, obwohl die Sinnesorgane intakt sind), Schwierigkeiten, zu planen, Probleme zu lösen und zu Abstrahieren

  • erworbene, tief greifende Beeinträchtigung der alltagspraktischen Fähigkeiten (zum Beispiel die Unfähigkeit, sich selbst ein Butterbrot zu schmieren, selbst einkaufen zu gehen oder ähnliches)
  • schleichender Beginn der Symptome
  • anhaltendes Weiterbestehen der Störungen
  • fortschreitender Verlauf


Zwar etwas wackelig, aber noch recht brauchbar

Zur Basisdiagnostik gehören folgende Schritte:

  • Der Arzt erhebt eine genaue Krankengeschichte des Patienten.
  • Daran schließt sich eine körperliche Untersuchung an.
  • Standardisierte Tests geben Auskunft über die intellektuellen Leistungen und Fähigkeiten. Zusätzlich gilt es abzuschätzen, wie gut der Patient noch in der Lage ist, Tätigkeiten des alltäglichen Lebens auszuführen. Besonders bekannt sind der Mini-Mental-Status-Test (MMST), der Uhrzeit-Zeichnen-Test oder die Skala für die täglichen Aktivitäten (ADL, Activities of Daily Living)


Fortgeschrittene Demenz: Die gezeichnete Uhr lässt sich kaum mehr erkennen

  • Untersuchungen des Gehirnwassers sind heute Routine in spezialisierten Gedächtnissprechstunden. Im Gehirnwasser können die spezifischen Marker (Biomarker) die typischerweise bei der Alzheimer-Erkrankung verändert sind (Beta-Amyloid, Tau-Protein) bestimmt werden.
  • Mit bildgebenden Verfahren wie Computer- oder Kernspintomografie (CT oder MRT), lassen sich die Gehirnstrukturen beurteilen und Hinweise auf für Alzheimer oder andere Demenz-Erkrankungen typische Gehirnveränderungen finden. Außerdem kann mit bildgebenden Verfahren eine Gefäßerkrankung des Gehirnes erkannt und Tumoren oder andere Raumforderungen können ausgeschlossen werden.


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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 25.01.2011
Bildnachweis: W&B/Neurolog. Poliklinik München-Großhadern

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