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Alzheimer Krankheit

Die Alzheimer Krankheit (Morbus Alzheimer) ist eine chronische Erkrankung des Gehirns, die zu einer Demenz führt. Die Krankheit wurde erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts vom bayerischen Nervenarzt Alois Alzheimer beschrieben

Alois Alzheimer

Namensgeber: Der deutsche Psychiater Alois Alzheimer lebte von 1864 bis 1915

Was ist Alzheimer?

 

Die Alzheimer-Demenz, auch Morbus Alzheimer genannt, ist die bekannteste und häufigste Form der Erkrankungen, die zu einer Demenz führen. Nach Schätzungen leiden derzeit weltweit etwa 24 Millionen Menschen an der Krankheit, eine Zahl, die Hochrechnungen zufolge innerhalb der nächsten Jahrzehnte noch weiter steigen wird. Dabei existiert offensichtlich zusätzlich eine erhebliche Dunkelziffer an Alzheimer-Fällen. Denn immer noch ist die Erkrankung für Viele ein Tabuthema.

Nach der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) ist die Demenz als erworbene Störung des Gedächtnisses und des Denkvermögens definiert, die so ausgeprägt ist, dass dadurch berufliche und/oder private Alltagsaktivitäten beeinträchtigt sind. Die Störung muss laut diesem Klassifikationssystem seit mindestens sechs Monaten bestehen und unabhängig von einem Delir, das heißt einem akuten und rückbildungsfähigen Verwirrtheitszustand, sein.


Die Alzheimer Krankheit wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals von dem bayrischen Nervenarzt Alois Alzheimer (1864 bis 1915) beschrieben. Er führte detaillierte Untersuchungen an Patienten mit auffälligem Verhalten und erworbenen Defiziten der geistigen Leistungsfähigkeit durch. Im Zug dieser Untersuchungen studierte Alois Alzheimer auch die Gehirne der verstorbenen Patienten und brachte die Ergebnisse mit seinen Beobachtungen in Verbindung. Seine Erkenntnisse veröffentlichte der Wissenschaftler erstmals 1906 in einer bahnbrechenden, aber erst später weltweit beachteten Arbeit. Es war ihm gelungen, ein neues, eigenständiges Krankheitsbild zu beschreiben.

Die Erkrankung beginnt bei der Mehrzahl der Betroffenen mit einer Gedächtnisschwäche, bei den Übrigen fallen als Symptome zuerst Orientierungs- und Sprachschwierigkeiten sowie ungewöhnliches Verhalten auf. Bei vielen Patienten stellt sich, insbesondere in fortgeschrittenen Krankheitsstadien, auch eine Persönlichkeitsveränderung ein.

Die Alzheimer´sche Erkrankung hat nicht nur für die Betroffenen einschneidende Konsequenzen, sondern bedeutet oft auch eine erhebliche Belastung für die Angehörigen und Betreuenden. Um den Kranken und ihren Familien möglichst viel Leid zu ersparen, ist es notwendig, frühzeitig die Diagnose zu stellen und mit der Behandlung mit Medikamenten zu beginnen. 

 


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 27.06.2010
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