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Alterssichtigkeit (Presbyopie)
Symptome

Die ersten Anzeichen einer Alterssichtigkeit (Presbyopie) machen sich meist bei allgemeiner Müdigkeit oder bei schummerigem Licht bemerkbar: Dann wird das Lesen anstrengend, das Bild verschwimmt und es kommt zu einem dumpfen Druckgefühl in der Stirn oder in den Augen


Verschwommene Sicht: Je betagter das Auge, desto schwerer fällt es ihm, Details in geringer Entfernung scharf zu sehen

Probleme beim Lesen: Da das Sehen in der Ferne weiterhin klappt, halten die Betroffenen die Zeitung, das Buch, das Preisschild oder das Nadelöhr weiter weg und stellen fest, dass das Bild dann wieder schärfer wird. Doch irgendwann reicht die Länge der Arme nicht mehr aus, um alles gut erkennen zu können – dann ist die Alterssichtigkeit so weit fortgeschritten, dass das Lesen kaum noch möglich ist.

 

Bei der Presbyopie handelt es sich um einen ganz normalen Alterungsprozess: Während ein zwei Jahre altes Kind ein kleines Bild in fünf Zentimeter Entfernung scharf sehen kann, kann ein Siebenjähriger Buchstaben auf sieben Zentimeter fokussieren. Mit Zwanzig funktioniert das nur noch bei einer Entfernung von zehn Zentimetern, mit 40 sind es schon 25 Zentimeter, bei einem 50-Jährigen sogar 50 Zentimeter, mit 65 klappt die Naheinstellung nur noch auf zwei Meter – in diesem Alter sind die Veränderungen im Auge dann aber auch abgeschlossen.


Eine zusätzliche Alterssichtigkeit entwickeln auch kurzsichtige und weitsichtige Menschen:


Kurzsichtigkeit entsteht meist durch einen zu langen Augapfel oder wegen eines Fehlers bei der Brechung des einfallenden Lichts. Die Folge: Die Strahlen werden zu stark gebündelt, sodass der Schnittpunkt nicht auf der Netzhaut am Augenhintergrund liegt, sondern davor. So kommt es, dass kurzsichtige Menschen in der Ferne nicht scharf sehen. Eine zusätzliche Alterssichtigkeit, die ab dem 40. Lebensjahr einsetzt, ist für viele Kurzsichtige kein Problem, da die Kurzsichtigkeit die entstehende Alterssichtigkeit ausgleicht – nur der nötige Abstand zum fixierten Objekt ändert sich.


Weitsichtigkeit kommt durch einen zu kurzen Augapfel oder eine veränderte Brechung von Hornhaut oder Linse zustande. Die Folge: Der Schnittpunkt des einfallenden Lichts liegt nicht auf der Netzhaut, sondern dahinter. Bei jungen Menschen kann das Auge diesen Brechungsfehler durch die Aktivität des Ziliarmuskels weitgehend ausgleichen, sodass viele Menschen gar nicht bemerken, dass sie weitsichtig sind. Wenn dann aber die Alterssichtigkeit einsetzt, können sie erst in der Nähe und später auch in der Ferne nicht mehr scharf sehen. Der Prozess macht sich etwas früher als beim Normalsichtigen – nämlich bereits im Alter zwischen 35 und 45 Jahren – bemerkbar.



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 12.01.2011
Bildnachweis: W&B/ Isik

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