Starre Kunstlinsen: Das Implantat besteht aus einem festen Kunststoffmaterial. Auf der vorderen Oberfläche sind mehrere Ringe mit unterschiedlicher Brechkraft eingearbeitet, sodass im Auge zwei Schärfezonen entstehen – eine für den Nahbereich und eine für die Ferne. Im Zwischenbereich sieht das Auge meist nicht ideal scharfe Bilder, was beispielsweise das Arbeiten am Computer erschwert. Ein weiterer Nachteil für Autofahrer: Bei Dunkelheit können Reflexe um punktförmige Lichtquellen – beispielsweise um die Rücklichter der vorausfahrenden Autos – entstehen. Die noch nicht gänzlich gelösten Probleme der Multifokal-Linsen führen dazu, dass sie in Deutschland noch keinen großen Marktanteil haben.
Verformbare Kunstlinsen ändern ihre Position hinter der Pupille und damit die Brechkraft des Auges durch die noch vorhandene Restaktivität des Ziliarmuskels. Diese akkomodierenden Interokularlinsen sollen ein Sehen in die Nähe und in die Ferne ermöglichen – aber auch sie befinden sich noch in der Erprobungsphase.
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13.09.2005, aktualisiert am 12.01.2011
Bildnachweis: W&B/Szczesny
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