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Altern-Serie (4):
Gesund leben – gesund altern

Es kursieren zahlreiche Rezepte für ein gesundes Älterwerden. Doch was hilft wirklich?


Bewegen, bewegen, bewegen: Das hilft wirklich für ein gesundes Altern

So mancher stellt an seinem Geburtstag mit Schrecken fest, wie rasant die Jahre vorüberziehen. Viele sind aktiv im Berufsleben und in der Familie. Da fällt es leicht, Gedanken an das Älterwerden zu verdrängen. Laut Umfragen gilt heute ein Mensch in Deutschland erst mit 76 Jahren als alt. Früher oder später stellt sich bei fast jedem das eine oder andere Zipperlein ein. Doch wie der Alterungsprozeß verläuft, ist kein unausweichliches Schicksal, sondern auch eine Frage des Lebensstils. Und zwar schon jetzt.

Bewegung hält jung


Wer im fortgeschrittenen Alter körperlich fit und geistig flexibel sein, möglichst lange selbständig in seiner eigenen Wohnung bleiben möchte, tut am besten schon heute etwas dafür. Nur jeder Siebte, der älter als 60 Jahre ist, bewegt sich regelmäßig, ergab eine Forsa-Umfrage. Doch ein Sport- und Bewegungsmuffel verliert bereits zwischen dem 20. und dem 70. Lebensjahr etwa 20 bis 40 Prozent seiner Muskelkraft. Es ist nie zu spät, mit einem (moderaten) Bewegungstraining zu beginnen. Die Vorteile von Ausdauersportarten wie Walking, Joggen, Schwimmen, Radfahren, Skilanglauf, Wandern, aber auch von Gymnastik oder Krafttraining sind bekannt: Sie helfen Übergewicht zu reduzieren oder zu vermeiden, Blutzucker, Blutfette und Bluthochdruck zu senken, fördern den Stoffwechsel. Zudem werden Schlafstörungen gemindert und die gute Laune gesteigert. Wer sich aufrafft, regelmäßig Sport zu treiben, ohne sich dabei zu überfordern, erhält seine körperliche Leistungsfähigkeit und kann so den Alltag – etwa alleine in der eigenen Wohnung – besser bewältigen. Australische Forscher wiesen in einer Studie nach, dass regelmäßige Bewegung die Hirnleistung verbessert. Bevor ein Training begonnen wird, sollte mit einem Arzt gesprochen werden. Besonders viel Spaß bereiten viele Sportarten in einer Gruppe.


Du bist, was Du isst (und trinkst)


Viele von uns essen zu viel, zu fett, zu kalorienreich. Falsche Ernährung und Übergewicht sind Ursachen vieler Beschwerden. Sie fördern vor allem Diabetes-Typ-2, Bluthochdruck und Herzinfarkt. Wer seine Ernährung umstellt, verliert ein paar Kilo, fühlt sich wohler und leistungsfähiger. Empfohlen werden regelmäßiger Verzehr von Obst und Gemüse, Pflanzenöle sowie eine möglichst fettarme Zubereitung der Speisen. "Ein Apfel täglich hält den Doktor fern", lautet ein Sprichwort. Zu recht. Äpfel stecken voller Pektine. Das sind Ballaststoffe, die den Darm anregen und Schadstoffe binden. Mit zunehmendem Alter sinkt der Energiebedarf des Körpers, daher sollte die Ernährung dann an den Energiebedarf angepasst werden. Auch das Durstempfinden lässt mit den Jahren nach. Um körperlich und geistig fit zu bleiben, sollten 1,5 Liter am Tag getrunken werden. Wassermangel kann zu Kreislauf- und Nierenversagen führen, aber auch zu Verwirrtheitszuständen.

Nahrung für die kleinen grauen Zellen


Das Gehirn braucht Übung und Abwechslung, um geistig rege zu bleiben. Routine ist der schlimmste Feind eines flexiblen Geistes. Hilfreich sind Aufgaben, die einen fordern, aber auch Gedächtnisübungen, Denksportaufgaben, Gehirnjogging, Kreuzworträtsel, Lesen und anregende Diskussionen. Gegen geistige Erschöpfung helfen vor allem das Vitamin B12 und Vitalstoffe wie DMAE, Phosphoserin oder Lecithin. Mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren aus Seefisch oder aus pflanzlichen Quellen beugen Arterienverkalkung vor.

Einen gesunden Lebensstil kultivieren


Je früher ein gesunder und aktiver Lebensstil eingeübt wird, desto geringer kann das Erkrankungsrisik gehalten werden. Übermäßige Sonnenbäder am besten ebenso vermeiden, wie Nikotin, zu viel Alkohol oder – falls möglich – lang anhaltende körperliche und seelische Überlastungen. Um eventuelle Krankheiten frühzeitig zu erkennen, lohnt es, die angebotenen Vorsorge- und Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen regelmäßig wahrzunehmen. Die Heilungschancen verbessern sich deutlich, wenn die Erkrankung zu einem frühen Zeitpunkt entdeckt wird. In jedem Alter kann begonnen werden, ein gesundheitsbewusstes Leben zu führen. So können bereits vorhandene Riskiofaktoren wie Stoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Übergewicht oder auch Vorstufen des Hautkrebses verringert werden.

Streicheleinheiten für Geist und Seele


Wer sich beizeiten mit der Frage auseinandersetzt, wie er später leben möchte, kann sich auf die Veränderungen besser einstellen, wenn die Kinder aus dem Haus sind und die Berufstätigkeit zu Ende geht. Wichtig ist, körperliche, geistige und soziale Aktivitäten auch im Alter fortzusetzen. Eine offene Grundhaltung, der Wunsch weiter dazuzulernen und das Pflegen von Freundschaften fördern die Zufriedenheit.




Bildnachweis: W&B/Bernhard Huber/RYF

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Sibylla Machens / GesundheitPro; 16.07.2009, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: W&B/Bernhard Huber/RYF

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