Nein, man hat sicher nichts in der Vorbeugung versäumt, wenn man Asthma nicht wieder loswird. Natürlich gibt es Maßnahmen wie die Einnahme bestimmter Medikamente oder eine Umstellung der Ernährung, aber bisher konnte niemand zeigen, dass alles dies die Entwicklung eines Asthmas verhindern kann. Zum Glück verschwindet das Asthma bei vielen Patienten auch wieder oder bleibt zumindest für einige Jahre symptomlos. Ärzte nennen das „Spontanheilung“ – und solche Spontanheilungen kommen sowohl bei Patienten, die behandelt wurden, als auch bei solchen, die gar keine Therapie bekommen haben, vor. Das macht auch die Beurteilung, was schließlich geholfen hat, recht schwierig. In anderen Fällen verlagert sich das Asthma bei scheinbaren „Spontanheilungen“ aber auch zu einer anderen Erkrankung des atopischen Formenkreises hin (vergleiche dazu die Frage: „Was ist eine Atopie?“ aus dieser Sprechstunde), also einen Heuschnupfen oder eine Neurodermitis.
Ein Aspekt ist aber hervorzuheben: Stellt eine vermeidbare Allergiequelle die alleinige Ursache von Asthma dar, was aber eher ungewöhnlich ist, sollte natürlich alles versucht werden, diesen Kontakt zu meiden: Ob dies nun die Hausstaubmilben in der Bettmatratze oder die Katzenhaare sind.
Prof. Dr. med. Uwe Gieler, Gießen
Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, Graz (Österreich)
Die Experten der „Sprechstunde Allergien“ beantworten zahlreiche interessante Fragen zu diesem Thema.
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21.01.2007, aktualisiert am 26.06.2010
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