Schimmelpilze gedeihen gut in "alter" Blumenerde. Für Schimmelpilzallergiker gilt: Vorsicht beim Hantieren damit, draußen wie drinnen
Es gibt bisher keine „beste“ Behandlung von Schimmelpilzallergien, da diese vergleichsweise selten sind und bei jedem Menschen recht unterschiedliche Auswirkungen haben, zum Beispiel Husten, Niesanfälle, Urticaria (Quaddeln / Nesselausschlag) oder Asthma und Atemnot. Falls Schimmelpilze durch Verzehr von befallenen Nahrungsmitteln aufgenommen werden, kann es zu Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Migräne kommen. Der Arzt oder die Ärztin kann die Therapie immer nur auf den Einzelfall bezogen und damit so "ideal" wie möglich gestalten.
Grundsätzlich kommen alle Therapiemöglichkeiten wie bei anderen Allergien auch in Frage: In erster Linie also antiallergische Medikamente. Gegen einzelne Schimmelpilze ist heute auch eine Hyposensibilisierung möglich. Manche Patienten haben mit komplementärmedizinischen Verfahren wie beispielsweise der Homöopathie gute Erfahrungen gemacht. Allerdings liegen darüber noch keine wissenschaftlich gesicherten Studien vor. In jedem Fall ist es sinnvoll, zunächst den Schimmelpilzen in möglichst allen Lebensbereichen den Nährboden zu entziehen und ihr Wachstum auf diese Weise zu reduzieren beziehungsweise abzustellen. So sollte etwa alte Blumenerde von Zimmerpflanzen regelmäßig gegen neue ausgetauscht werden. Auch wenn das für Blumenliebhaber schmerzhaft ist, sollten Schimmelpilzallergiker Blumentöpfe aus dem Schlafzimmer, notfalls auch aus dem gesamten Wohnbereich, verbannen. Häufiges Stoßlüften ist die billigste und einfachste Methode, um die Feuchtigkeit in der Wohnung und somit auch Schimmelpilze zu bekämpfen.
Prof. Dr. med. Uwe Gieler, Gießen
Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, Graz (Österreich)
Die Experten der „Sprechstunde Allergien“ beantworten zahlreiche interessante Fragen zu diesem Thema.
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21.01.2007, aktualisiert am 21.06.2011
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