Zu lebensbedrohlichen Schockreaktionen, Mediziner sprechen von einem anaphylaktischen Schock, kann es vor allem bei Insektengiftallergien (Bienen- oder Wespenstich), durch Medikamente (Penicillin) oder bei Allergien auf Nahrungsmittel (zum Beispiel bestimmte Fischarten) kommen.
Die ersten Anzeichen können sein: Kreislaufreaktionen (Schwäche), Nesselsucht (Urticaria, also Quaddeln am gesamten Körper), Engegefühl im Hals, Luftnot und binnen Minuten ein Kreislaufschock.
Luftallergene (zum Beispiel Katzenhaare im Hausstaub) sind mitunter Auslöser schwerster Asthmaanfälle, die als solche in seltenen Fällen ebenfalls lebensbedrohlich sein können.
Betroffene, die wissen, dass sie eine Insektengift-, Medikamenten- oder Nahrungsmittel-Allergie haben, sollten unbedingt eine „Notfallapotheke“ bei sich tragen. Diese besteht aus
Entsprechende Notfallsets werden vom Arzt / Allergologen verordnet; die Krankenkassen übernehmen die Kosten.
Wenn solche Schockreaktionen auftreten und ein Notfallset nicht verfügbar ist oder der Einsatz der darin enthaltenen Medikamente keine schnelle und deutliche Besserung bringt, muss unbedingt der Notarzt gerufen oder der Betroffene ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht werden.
Prof. Dr. med. Uwe Gieler, Gießen
Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, Graz (Österreich)
Die Experten der „Sprechstunde Allergien“ beantworten eine Reihe interessanter Fragen zu diesem Thema.
Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
surfmed/www.apotheken-umschau.de;
21.01.2007, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: Panthermedia/Diane Frisch