Diese Beschwerden scheinen tatsächlich nicht auf eine Schimmelpilzallergie, sondern vielmehr auf eine Pollenallergie hinzuweisen. Gerade im Sommer sind ja wenig Schimmelpilzsporen unterwegs; durch Schimmelpilze verursachte Beschwerden machen sich typischerweise eher im Herbst und Winter bemerkbar. Allerdings gibt es auch manche Schimmelpilze, deren Belastungsgipfel sich fast vollständig mit dem Gras- / Getreidepollenflug deckt. Erklärbar wäre die Häufung der Symptome aber auch dadurch, dass Räume mit Schimmelpilzbefall vorhanden sind, die eben im Sommer öfter genutzt werden, also etwa ein Gartenhaus. Wenn dem nicht so ist, wären eine zweite Experten-Meinung und / oder eine erneute Diagnostik sinnvoll. Über die Behandlung von Allergien mit Homöopathie gibt es bisher keine gesicherten Studienergebnisse, die beweisen könnten, dass sich damit mehr als der berühmte Plazeboeffekt erzielen ließe. Es ist nämlich so, dass sich auch bei Patienten, die nur ein Scheinmedikament bekommen, die Beschwerden in 30 bis 40 Prozent der Fälle bessern.
Prof. Dr. med. Uwe Gieler, Gießen
Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, Graz (Österreich)
Die Experten der „Sprechstunde Allergien“ beantworten zahlreiche interessante Fragen zu diesem Thema.
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21.01.2007, aktualisiert am 26.06.2010
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