Es wird heutzutage vermutet, dass Allergien unter anderem durch übertriebene Hygiene entstehen. Demnach würde eine hygienisch perfekte Umgebung die Entstehung von Allergien erst recht fördern. Zu übertriebener Sorge besteht kein Anlass: Auch Kinder, die bereits an anderen Allergien leiden, haben kein größeres Risiko, an einer Schimmelpilzallergie zu erkranken, als andere Menschen auch. Und dieses ist vergleichsweise gering. Das soll nun natürlich nicht bedeuten, alles „vergammeln und verschimmeln“ zu lassen. Vor allem regelmäßiges Stoßlüften und die Kontrolle feuchter Räume ist absolut sinvoll. Raumtemperaturen von etwa 19 bis 21 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von höchstens 50 bis 60 Prozent machen Schimmelpilzen das Leben schwer; sie wachsen so gut wie nicht mehr. Luftbefeuchter – die, nebenbei bemerkt, oft ein Keimreservoir sind – sollten vermieden werden. Auch der regelmäßige Wechsel von Blumenerde (wenn schon die Pflanzen nicht ausquartiert werden) hilft den Pilzbefall einzudämmen. Hydrokulturen könnten eine gute Alternative darstellen. Verschimmelte Lebensmittel sollten in jedem Fall sofort weggeworfen werden.
Prof. Dr. med. Uwe Gieler, Gießen
Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, Graz (Österreich)
Die Experten der „Sprechstunde Allergien“ beantworten zahlreiche interessante Fragen zu diesem Thema.
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21.01.2007, aktualisiert am 26.06.2010
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