Heuschnupfen: Acht Tipps für Allergiker

Durch die mancherorts milden Temperaturen verbreiten sich Birkenpollen. Die Apothekerin Juliane Stark-Kreul gibt Tipps, wie Allergiker ihre Beschwerden lindern können

von Christian Krumm, 01.04.2016

Wer auf Pollen allergisch ist, treibt in der Stadt besser morgens Sport

Glow Images/Caia Image/Paul Bradbury

Der Deutsche Wetterdienst meldet: Durch die milden Temperaturen in manchen Teilen Deutschlands verbreiten sich die ersten Birkenpollen. Wer darauf allergisch reagiert, für den hat Apothekerin Juliane Stark-Kreul acht Tipps:

1. Für Aktivitäten die richtige Tageszeit wählen

Wer Sport treibt, sollte das in der Stadt besser morgens tun, mittags ist die Pollenbelastung am höchsten. Auf dem Land eignet sich der Abend besser. Das sollte man auch beim ­Lüften beachten. Pollenschutzgitter für die Fenster sind eine ­Alternative. Man erhält sie im Baumarkt.

2. Pollen vom Körper fernhalten

Allergiker tun gut daran, ihre Oberbekleidung im Flur auszuziehen, um die Pollen nicht in das Schlaf­zimmer zu bringen. Die Haare am besten abends ­waschen. Eine Nasendusche aus der Apotheke hilft, die Pollen von den Schleimhäuten zu spülen.


Unsere Expertin: Apothekerin Juliane Stark-Kreul aus Marl

W&B/Markus Feger

3. Pollenfilter regelmäßig erneuern

Staubsauger und Klimaanlagen mit einem sogenannten Hepa-Filter helfen, die Pollenbelastung in der Wohnung und im Auto zu senken. Nach ­einer gewissen Zeit sind die Filter jedoch verstopft und müssen ausgewechselt werden.

4. Die aktuelle Pollenflugvorhersage ­liefert wertvolle Informationen

Die Pollenflugsaison beginnt aufgrund des Klimawandels immer früher. Mittlerweile bietet fast jede Wetterseite in Zeitungen oder im Internet aktuelle Vorhersagen für ­Allergiker. Das hilft bei der Planung von Aktivitäten.

5. Allergiker profitieren von einer klugen Urlaubsplanung

Wer die Möglichkeit hat, dann in Urlaub zu fahren, wenn zu Hause „seine“ Pollen fliegen, sollte das tun. Geeignet sind Ziele am Meer und im Hochgebirge sowie nordeuropäische Regionen, wo die Pollenflugsaison erst später beginnt.

6. Kreuzallergikern hilft ein Blick auf die Zutatenliste von Lebensmitteln

Die eigentlich gegen Pollen gerichteten Antikörper rufen zuweilen auch eine allergische Reaktion auf Lebensmittel hervor. Dann spricht man von einer Kreuzallergie. Beispielsweise können Antikörper gegen Birkenpollen auch durch ein Protein in Äpfeln aktiviert werden.

Wer weiß, dass er allergisch auf bestimmte Pollen oder Nahrungsmittel reagiert, sollte stets einen Blick auf die Zutatenliste von Lebensmitteln werfen. In erhitzter Form lassen sich die meisten Produkte aber genießen.

7. Frühzeitig Medikamente nehmen

Allergiesymptome müssen behandelt werden, um den gefürchteten „Etagenwechsel“ vom Heuschnupfen zum Asthma zu vermeiden. Moderne Antiallergika sind gut verträglich und sollten während der gesamten Pollenflugsaison genommen werden. Kurzfristig helfen Augen- und Nasentropfen.

8. Notfallset mitführen

Menschen, die sehr stark reagieren, vor allem In­sektengiftallergiker, benötigen ein Notfallset. Dazu ist es wichtig, dass die Patienten mit ihrem Arzt ­besprechen, welche Medikamente dazugehören und wie sie diese im Ernstfall richtig anwenden.

 

Zur Pollenflugvorhersage des Deutschen Wetterdienstes: Pollenflug-Gefahrenindex



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Bildnachweis: W&B/Markus Feger, Glow Images/Caia Image/Paul Bradbury

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