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Asthma infolge Arzneimittelunverträglichkeit: immer Allergie?

Ist das immer eine allergische Reaktion, oder kann Asthma im Zusammenhang mit einem Arzneimittel auch anders entstehen? Welche Arzneimittel sind hier in erster Linie „kritisch”?


Bei mutmaßlicher Arzneimittelunverträglichkeit umgehend zum Arzt

Viele Medikamente, wie Penicillin, Narkosemittel und andere, aber auch Medizinprodukte wie Latexhandschuhe können allergische Schockreaktionen auslösen; ein häufiges Problem dabei ist Atemnot – bis hin zum Ersticken. Neben diesen allergischen Problemen können aber Medikamente auch ein vorbestehendes Asthma verstärken, bis hin zum lebensgefährlichen Status asthmaticus, einem anhaltenden, sehr schweren Asthmaanfall. Häufig machen dies Acetylsalicylsäure und verwandte „Schmerzmittel“, die deshalb von Patienten mit Asthma und Nasenpolypen nicht eingenommen werden sollten. Der exakte Mechanismus dieser Überempfindlichkeit ist nicht geklärt. Diese Reaktionen auf Schmerzmittel sind, etwa im Gegensatz zu den Allergien, auch nicht immer unter klinischen Bedingungen auslösbar und somit beweisbar. Das heißt also, dass es nicht bei jedem Kontakt zu einer krankhaften Unverträglichkeitsreaktion kommen muss. Vielmehr hängt es mitunter auch von der Dosis ab, ob die allergieähnliche Reaktion auftritt und auch, wie schwer sie ausfällt. Asthma kann zudem als Nebenwirkung mancher Medikamente in Erscheinung treten. Auskünfte kann Ihnen hier auch Ihr Apotheker geben. Bei bekannter Unverträglichkeit, selbstverständlich auch bei einer Allergie das Medikament nicht einnehmen, sondern mit dem verordnenden Arzt oder Hausarzt Rücksprache nehmen. Dies gilt auch bei vermuteter Uverträglichkeitsreaktion auf ein Arzneimittel und bei neu aufgetretenen, auffälligen Nebenwirkungen.

 

 

Prof. Dr. med. Uwe Gieler, Gießen
Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, Graz (Österreich)


Die Experten der „Sprechstunde Allergien“ beantworten zahlreiche interessante Fragen zu diesem Thema.


Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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surfmed/www.apotheken-umschau.de; 21.01.2007, aktualisiert am 09.09.2011
Bildnachweis: Creatas/ RYF

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