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Allergien: Was ist häufig?

Welches sind die drei häufigsten Allergiearten, wie äußern sie sich normalerweise, und was sind die wichtigsten Auslöser? Aus der "Experten-Sprechstunde Allergien"


Eine Katzenhaar-Allergie äußert sich ähnlich wie Heuschnupfen, ist aber von der Jahreszeit unabhängig

1. Kontaktallergien: Wie die Bezeichnung schon sagt, treten sie nach Kontakt mit „äußerlich“ angewandten Stoffen (Haut, Augenbindehaut) auf. Am häufigsten sind Nickelmetalle und Parfümstoffe dafür verantwortlich. Dabei kommt es direkt an der Kontaktstelle zu einer Entzündungsreaktion, also etwa unter dem Jeans-Knopf. Auch die Augenbindehäute – die Konjunktiven – können im Sinne einer Kontaktallergie allergisch reagieren, etwa auf Konservierungsstoffe in Augentropfen.

2. „Heuschnupfen, medizinisch auch „Rhinitis allergica“, also "allergischer Schnupfen" genannt: Er befällt zirka 15 bis 25 Prozent aller Erwachsenen, bei Kindern und Jugendlichen ist er noch häufiger. Die Reaktionen werden vor allem durch Baum-, Gräser- und Kräuterpollen (in der jeweiligen Saison von Frühjahr bis Herbst), durch Hausstaubmilben (das ganze Jahr über, aber vor allem im Winter, wenn man sich viel in der „guten Stube“ aufhält) und durch Tierhaare – hier am häufigsten durch Katzenhaare – ausgelöst. Die Reaktion - mit einer Bindehautentzündung an den Augen, einer Reizung der Nasenschleimhaut sowie ständigem Niesen und Fließschnupfen ohne Fieber als Folge – wird immer nach dem Kontakt mit dem jeweiligen Allergen ausgelöst.

3. Nahrungsmittelallergien: Diese kommen im Säuglingsalter deutlich häufiger vor als bei Erwachsenen. Sie machen sich dadurch bemerkbar, dass nach dem Genuss von bestimmten Nahrungsmitteln – am häufigsten von Milcheiweiß, Hühnereiweiß oder Erdüssen – deutliche Symptome einer Allergie auftreten. Das können „Sensationen“ im Mund sein, wie etwa Kribbeln auf der Zunge oder Schwellungen der Schleimhaut und Lippen, außerdem Durchfälle sowie Ekzemreaktionen (Hautausschläge) um den Mund herum, aber auch am ganzen Körper ohne Fieber als Folge – wird immer nach dem Kontakt mit dem jeweiligen Allergen ausgelöst.

 

 

 

Prof. Dr. med. Uwe Gieler, Gießen

Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, Graz (Österreich)

Die Experten der „Sprechstunde Allergien“ beantworten zahlreiche interessante Fragen zu diesem Thema.



Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


 



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surfmed/www.apotheken-umschau.de; 21.01.2007, aktualisiert am 18.02.2011
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