Eine Allergiebereitschaft kann versteckt vorhanden sein oder offen zutage treten und dann Symptome machen. Ärzte sprechen in diesem Zusammenhang auch von "Atopie"
Atopie ist ein Wort, das aus dem Griechischen kommt und wörtlich übersetzt „am falschen Ort / Platz“, aber auch „merkwürdig“ bedeutet. Damit wird die merkwürdige Reaktion auf eigentlich Unschädliches, die eben nicht normal ist, ausgedrückt. Zu den atopischen Erkrankungen gehören vor allem das Asthma, der Heuschnupfen und die Neurodermitis (auch „atopische Dermatitis“ genannt), die sich alle durch entsprechende ärztliche Untersuchungen und Allergietests feststellen lassen. Wenn keine sichtbare, behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt, spricht man manchmal auch nur von einer „atopischen Konstitution“. Hierbei gibt es minimale Symptome, die eine Ärztin oder ein Arzt erkennen kann. Hierzu gehört zum Beispiel eine doppelte Lidfalte unter dem Auge, eine Wollunverträglichkeit oder Juckreiz und Brennen nach Schwitzen. Eine ärztliche Untersuchung auf eine solche versteckte allergische Reaktionsbereitschaft kann für Menschen wichtig sein, die einen Beruf ergreifen wollen, der ein erhöhtes Risiko für eine Allergieentwicklung beinhaltet, zum Beispiel Frisör.
Prof. Dr. med. Uwe Gieler, Gießen
Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, Graz (Österreich)
Die Experten der „Sprechstunde Allergien“ beantworten zahlreiche interessante Fragen zu diesem Thema.
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21.01.2007, aktualisiert am 18.02.2011
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