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Über Schokolade und andere Pickel-Auslöser

Der Hautarzt Dirk Meyer-Rogge erläutert, woher Pickel, Akne und unreine Haut kommen. Mit Tipps zur Behandlung


Süße Schokolade kann leider weniger süße Pickel verursachen

Das Kleidchen ist gebügelt, die Rose gekauft. Das aufregende Telefonat ist überstanden – dem ersten Date steht also quasi nichts mehr im Wege. Und dann – oh Schreck – prangt am Morgen des großen Ereignisses ein dicker roter Pickel mitten auf der Nase. Warum kommen die Dinger bloß immer genau dann, wenn man sie am wenigsten braucht?

"An einem wichtigen Tag fallen Pickel einfach besonders auf. Daher hat man leicht das Gefühl, sie würden mit Vorliebe gleichzeitig mit Verabredungen oder Prüfungen auftauchen", erklärt uns Dr. Dirk Meyer-Rogge, Leiter des Hautarzt-Zentrums in Baden-Baden/Karlsruhe. Denn an sich wird Akne nicht durch Stress ausgelöst. "Das gilt eher für Herpes", so der Experte. Den wollen wir allerdings genauso wenig haben.



Ein Klassiker – der Pickel vor dem ersten Date

Aber woher kommen die Pickel dann? Akne ist in der Regel ein Pubertätsproblem. Genau wie der Körper, verändert sich auch die Haut in dieser Zeit – genaugenommen der Stoffwechsel der Talgdrüsen. "Der Talg wird zäh, kann nicht abfließen und schon entstehen Mitesser", so Meyer-Rogge. Später gewöhnt sich die Haut an den neuen Zustand und das Pickelproblem klingt ab.

Außerdem gibt es Faktoren, die Akne verschlimmern können. Dazu gehören Fast-Food, Schokolade, Rauchen, Kuhmilch und auch Bier. "Zudem bekommen viele Mädchen ein paar Tage vor ihrer Regelblutung vermehrt Pickel", erklärt Meyer-Rogge. Sonne hingegen fördert eine pickelfreie Haut. Die UV-Strahlen wirken entzündungshemmend.

Und wenn er einmal da ist, der blöde Pickel, was macht man mit ihm? Vom Quetschen raten Hautärzte ab, der Pickel kann nämlich nach Innen platzen. Dann geraten die Bakterien in tiefere Hautschichten und die Entzündung verschlimmert sich. "Wenn der ungeliebte Besucher allerdings schon dick und reif ist, mit einer gelben Kuppe, dann ist es in Ordnung ihn sehr vorsichtig und mit einem Kosmetiktuch auszudrücken", erlaubt Meyer-Rogge.

Und im Vorfeld? Von dem guten alten Zahnpasta-Trick hält der Hautarzt nicht besonders viel. Seiner Meinung nach kann es im Einzelfall klappen. Hinweise, dass dies immer klappt, gibt es nicht. Sport hingegen wirkt drüsenregulierend. Das ist gut für die Haut. "Ein Akne-Patient kann den Hautarztbesuch allerdings nicht durch eine Stunde auf dem Sportplatz ersetzen", warnt unser Experte.



Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de; 01.04.2010, aktualisiert am 13.02.2012
Bildnachweis: Thinkstock/Goodshot, iStock/nuno

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