Eine Vorbeugung gegen die Makuladegeneration gibt es nicht. Zu den Risikofaktoren für diese Augenkrankheit zählen nach derzeitiger Meinung der Fachexperten Rauchen, Belastung der Augen durch Licht und UV-Strahlung, Bluthochdruck und vermutlich auch Übergewicht. Eine besondere Rolle spielt die Veranlagung (Gene). Mit dem Alter nimmt die Erkrankung sprunghaft zu. Da die Lebenserwartung von Frauen höher ist als von Männern, sind Frauen häufiger von der AMD betroffen. Ein wichtiger Beitrag zur rechtzeitigen Diagnose sind Früherkennungsuntersuchungen beim Augenarzt ab 40, spätestens aber ab 50 Jahren, insbesondere bei bekanntem Risiko in der Familie. Eine gute Möglichkeit, die Augen von Zeit zu Zeit selbst zu überprüfen, ist der Amsler-Gitter-Test (siehe Kapitel „Früherkennung“ und „Diagnose“). Was den Lebensstil betrifft, so sind regelmäßige körperliche Bewegung und ausgewogene gesunde Ernährung empfehlenswert. Favoriten hier: viel Obst und grünblättriges Gemüse – die besten natürlichen Quellen zellschützender Antioxidanzien. Darunter ist auch das Carotinoid Lutein, ein Verwandter des Beta-Carotins. Lutein findet sich als gelbes Pigment in der Makula und spielt dort eine wichtige Rolle im Stoffwechsel.
Die trockene AMD kommt manchmal spontan zum Stillstand. Die Betroffenen können dann mit optischen oder elektronischen Sehhilfen eventuell noch längere Zeit lesen. Es gibt Hinweise, dass sich das Fortschreiten einer trockenen Form mit einem hochdosierten Vitamin-Spurenelement-Gemisch verzögern lässt. Eine Heilung versprechende Therapie gibt es nicht.
Die feuchte AMD kann durch Verfahren wie fotodynamische Therapie, Laser (der allerdings nur für wenige Patienten geeignet ist) oder Eingabe (Spritzen) bestimmter Medikamente – sogenannter VEGF-Antagonisten – ins Auge etwas eingedämmt werden. Die Medikamente können das Gefäßwachstum hemmen.
Mit den genannten Maßnahmen lässt sich der Sehverlust aufhalten oder verlangsamen.